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Raspberry Pi USB Stick Einrichtung

(Dieser Artikel wurde am 09.09.2019 aktualisiert und befindet sich auf dem Stand von Raspbian Buster)

Dieses Tutorial beschäftigt sich mit der Einrichtung eines USB-Sticks am Raspberry Pi, damit du Ihn zum Beispiel für Backups nutzen kannst. Die Anleitung funktioniert aber auch mit anderen auf Linux basierenden Systemen. Schritt für Schritt wirst du den USB-Stick formatieren, partitionieren und ein Dateisystem einrichten. Anschließend wirst du den USB-Stick so konfigurieren, dass er automatisch gemountet (eingehangen) wird. Sollte der USB-Stick bereits formatiert und partitioniert sein, kannst du auch direkt zum Punkt „Automatisches Mounten“ springen. In diesem Beispiel wird der USB-Stick mit dem Dateisystem NTFS formatiert.

USB Stick Formatierung und Partitionierung

Als Linux Nutzer kannst du mit der Installation von sudo apt-get install gparted auch ein grafisches Tool zur Partionierung und Formatierung benutzen.

Für die Umsetzung auf der Konsole benötigst du das Programm fdisk, welches standardmäßig bereits installiert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du es mit folgendem Befehl nachträglich installieren:

sudo apt-get install util-linux

Stecke nun den USB-Stick ein und lass dir anzeigen, welche Geräte bereits erkannt wurden:

sudo fdisk -l

In der Ausgabe ist der USB Stick bereits gut zu erkennen „/dev/sda1“:

Zunächst hängst du den USB Stick aus:

sudo umount /dev/sda1

Anschließend öffnest du den USB-Stick mit fdisk:

sudo fdisk /dev/sda

Es öffnet sich ein Fenster und es macht Sinn, dass du dir mit der Eingabe des Buchstabens m eine Übersicht der Funktionen anzeigen lässt.

Durch Eingabe des Buchstabens p wird dir die Partitionstabelle angezeigt.

Lösche mit der Eingabe des Buchstabens d alle Partitionstabellen.

Lege nun mit der Eingabe des Buchstabens n eine neue Partitionstabelle an und wähle im nächsten Fenster p für primary. Als Partitionsnummer wählst du 1 und die Eingabe der Sektoren bestätigst du zwei mal mit Enter, wenn keine gewisse Größe oder mehrere Partitionen gewünscht sind. Bei erneuter Eingabe des Buchstabens p ist die neue Partition ersichtlich. Wenn gewünscht, kannst du mit der Eingabe des Buchstabens t noch das Dateisystem ändern. Mit der Eingabe des Buchstabens w schreibst du die Änderungen und verlässt fdisk.

Zu guter letzt erstellst du auf dem USB-Stick das NTFS-Dateisystem (auch ein anderes beliebiges Dateisystem möglich).

sudo apt-get install ntfs-3g <<-(Nur ausführen, wenn mkntfs nicht zur Verfügung steht)
sudo mkntfs -f /dev/sda1

Falls gewünscht, kannst du noch das Label des USB-Sticks ändern:

sudo ntfslabel /dev/sda1 name

Zum Schluss mountest du noch den USB-Stick:

sudo mount -o umask=022,gid=pi,uid=pi /dev/sda1 /home/pi/wunschordner

Ersetze, wenn nötig /dev/sda1 und pi, falls du einen anderen User verwendest.

Der Einhängepunkt (Wunschordner) muss natürlich existieren und kann mit mkdir /home/pi/wunschordner angelegt werden.

Die Eingabe von mount sollte dir nun den eingehängten USB-Stick anzeigen. Alternativ kannst du auch die Eingabe von df -h oder lsblk verwenden:

Automatisches Mounten

Damit du den USB-Stick nicht jedes Mal wieder manuell mounten musst, kannst du einen Eintrag in der fstab erstellen.

Zuerst liest du aber die UUID (Universally Unique Identifier) des USB-Sticks aus:

sudo blkid

Öffne die Datei /etc/fstab:

sudo nano /etc/fstab

und füge folgenden Eintrag hinzu:

UUID=123456567ABCDEFG /media/nas/ ntfs-3g utf8,uid=pi,gid=pi,nofail,noatime 0

Hier musst du natürlich die UUID durch die eigene ersetzen und eventuell noch das Dateisystem oder den Einhängepunkt korrigieren. Wie gewohnt speicherst du die Änderungen mit STRG + O und Enter ab und verlässt Nano mit STRG + X.

Erstelle zum Schluss noch den Einhängepunkt:

sudo mkdir -p /home/pi/wunschordner

Nach dem Neustart sollte der USB-Stick automatisch eingehängt sein.

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