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Retro Pi - Spielekonsole mit dem Raspberry Pi

Jeder der Gaming mag und Spaß mit seinem Raspberry Pi hat, wird den Retro Pi lieben! Retro Pi verwandelt den Raspberry Pi in eine Retro-Spielekonsole. Im Kern besteht der Retro Pi aus einem modifiziertem Linux und über 50 Emulatoren wie z.B Nes, Snes und Playstation. Damit kommt wirklich jedes Gamingherz voll auf seine Kosten. Es ist ein Genuss, mal wieder die alten Spieleklassiker der frühen 80’er und 90’er Jahre spielen zu können. Das System beschränkt sich aber nicht nur auf die Spielekonsolen von früher und heute, sondern erlaubt es auch z.B einen komplett eigenen Amiga oder andere 8-Bit Heimcomputer zu emulieren. Die Möglichkeiten sind also noch größer als bloß ein paar alte Spiele zu daddeln. Die Software für die Umsetzung ist kostenlos. Die Entwickler freuen sich aber immer über einen kleinen Obolus, wenn du Ihn denn über hast.

Neben dem Raspberry Pi brauchst du für die Spielekonsole lediglich noch einen Controller und vielleicht noch ein schickes Case. Die Spiele für den Retro Pi sind sogenannte ROM’s, welche Abbilder von originalen Spielen sind. Ich weise darauf hin, dass du nur ROM’s für den Retro Pi benutzten darfst, welche sich auch als originales Spiel in deinem eigenem Besitz befinden.

Die Möglichkeiten der Installation

Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten der Installation. Die einfachste Möglichkeit wäre, das kostenlos zur Verfügung gestellte Image herunter zu laden und auf die SD-Karte zu kopieren. Möchtest du das vorhandene System aber nicht neu aufsetzen, ist es auch möglich die Installation auf einem bestehendem System zu installieren. Ich werde nachfolgend beide Vorgehensweisen erläutern.

Installation via Image

Die Installation mit einem Image dürfte für einen Anfänger wohl die einfachste Möglichkeit darstellen. Diese funktioniert wie folgt:

  • Via Win32Diskimager das Image auf die SD Karte schreiben.
  • Linux User kopieren das Image über dd oder Etcher.
  • Mac User nutzen das Tool Apple Pi Baker.
  • Die Rom Dateien (Spiele) werden in den Ordner ~/RetroPie/roms und dem entsprechendem Emulator abgelegt.
  • Die fertige SD Karte wird nun in den Raspberry Pi eingesteckt und das System sollte anschließend booten.

Manuelle Installation

Wenn du lieber deinen bereits laufenden Raspberry Pi als Retro-Spielekonsole nutzen möchtest, kannst du dies wie folgt umsetzen:

Die folgenden Befehle immer Zeile für Zeile abarbeiten!

Zuerst aktualisierst du das System und lädst die benötigten Pakete für das Setup-Skript herunter:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade 
sudo apt-get install git lsb-release

Danach lädst du das Setup-Skript herunter:

cd ~
git clone --depth=1 https://github.com/RetroPie/RetroPie-Setup.git

Das Script muss du nun im nächsten Schritt ausführbar machen:

cd RetroPie-Setup
chmod +x retropie_setup.sh
sudo ./retropie_setup.sh

Nach der Ausführung des Setup-Skripts öffnet sich ein Fenster, dass in etwa so aussieht:

Es ist zwar möglich auch nur einzelne Emulatoren zu installieren aber ich nehme hier im Beispiel mal getrost das volle Programm Manage Packages > Quick Install.

Möchtest du nun Retro Pi starten, gibst du in der Konsole folgendes ein:

emulationstation

Damit der Retro Pi mit einer grafischen Oberfläche automatisch bootet, musst du im Skriptfenster den Punkt Setup Tools > autostart > Start Emulation Station at boot aktivieren.

Wie werden die schwarzen Ränder entfernt?

Abhängig von der Auflösung des Fernsehers können schwarze Ränder am Rand entstehen. Um diese zu entfernen, musst du folgende Datei editieren:

sudo nano /boot/config.txt

Dort änderst du die Zeile:

#disable_overscan=1

zu

disable_overscan=1

Die Datei speicherst du mit STRG + O und Enter und beendest anschließend Nano mit STRG + X.

Nun startest du das System einmal neu:

sudo reboot -h now

Rom’s auf den Retro Pi übertragen

Damit die Spielekonsole überhaupt einen Sinn und Zweck erfüllt, musst du zunächst die Rom’s in den Ordner ~/RetroPie/roms und dort in den entsprechenden Ordner für den Emulator ablegen. Möglich wäre dies unter anderem über PC, USB, Ethernet oder WLAN. Damit die letzten beiden Methoden funktionieren, muss du den SSH Zugang aktivieren.

Wenn du die Dateien über WLAN übertragen möchtest, musst du im Hauptmenü des Retro Pi's das WLAN aktivieren und anschließend können die Rom’s über SFTP übertragen. Eine genau Anleitung für die Einrichtung des WLANs findest du unter: https://retropie.org.uk/docs/Wifi/ oder du schaffst einfach in meinen Artikel rein Raspberry Pi WLAN.

Wenn du lieber ein Ethernet-Kabel zur Übertragung nutzen möchtest, musst du eigentlich nicht mehr machen, als den SSH Zugang aktivieren und das Ethernet-Kabel einstecken.

Zur Übertragung der Rom's brauchst du das Programm WINSCP, welches du kostenlos herunterladen kannst. Nach der Installation geöffnet sieht das in etwas so aus:

In WINSCP wird die IP-Adresse des Retro Pi’s unter Rechnername eingegeben. Diese findest du relativ einfach im Router unter Heimnetzwerk. Als Benutzername gibst du pi mit dem Passwort raspberry ein.

Nun sieht du auf der rechten Seite die Ordnerstruktur und kannst in den Rom-Ordner navigieren, um die Dateien dort abzulegen.

Die Belegung der Controller

Ein schickes Lego Gehäuse

Im Internet gibt es viele Gehäuse für den Raspberry Pi zu kaufen. Unter anderem auch fertige Nes-Pi Gehäuse. Wenn du aber noch ein paar Legosteine über hast und etwas individuelles haben möchtest, dann kannst du dir ein Gehäuse aus Legosteinen bauen. Das sieht wirklich sehr hübsch aus und macht was her! Das Gehäuse erinnert an das erste Nintendo Entertainment System kurz NES. Gekauft habe ich persönlich die Teile über Lego Pick a Brick. Da ich dort aber nicht alle benötigten Teile bekam, habe ich den Rest der Teile über Bricklink erworben. Die Kosten lagen letztendlich bei rund 35 Euro.

Die Bauanleitung im PDF Format zu diesem Case findest du in der Dropbox von Mecabricks.

raspberrypi/retro_pi_-_spielekonsole_fuer_retro-fans.txt · Zuletzt geändert: 16/03/2019 05:23 (Externe Bearbeitung)