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konformitaetsexperiment_nach_asch_1951

Konformitätsexperiment nach Asch 1951

Ich bin erst vor kurzem auf das Konformitätsexperiment nach Asch 1951 aufmerksam geworden. Ich finde dieses Experiment deshalb so interessant, weil es sehr gut zeigt, wie wir Menschen als eigenes Individuum in einer Gruppe agieren und uns dieser in Entscheidungen anpassen. Der Mensch ist ein Herdentier, das sieht man an so vielen Beispielen. Wenn wir aus dem Zug steigen, brauchen wir gar nicht lange nach dem Ausgang zu suchen. Wir schließen uns schon instinktiv der Masse an, um den Ausgang zu erreichen und in der Regel funktioniert das auch sehr gut. Dieses Verhalten hilft uns, selbst Ressourcen, in diesem Fall das Denken, einzusparen und ist deshalb sehr nützlich.

Nützlich ist es wiederum nur ab dem Zeitpunkt nicht mehr, wo wir anfangen absolut Konform zu sein und uns im schlimmsten Fall gar nicht als eigenes Individuum mehr wahrnehmen. Wenn wir in Gesprächen vielleicht nicht unsere eigene Meinung sagen, weil die Gruppe vielleicht anders dazu steht. Wer möchte schon gerne der Aussenseiter in der Gruppe sein? Auf Dauer wäre es nicht gesund, gegen seine eigenen Prinzipien / Vorstellungen zu handeln, weil es die Selbsterfüllung behindern würde und das persönliche Glück beeinträchtigen würde. Es ist also ein schmaler Grad, auf der einen Seite Konform zu sein und einer Gesellschaft anzugehören, mit all Ihren Werten und Normen, wiederum aber auch so autark zu sein, sich als eigenes Individuum wahrzunehmen und nach eigenen Prinzipien / Vorstellungen zu handeln. Das macht für mich das Thema so spannend.

Versuchsaufbau als auch Ergebnis der Studie findest du im Artikel Konformitätsexperiment von Asch

konformitaetsexperiment_nach_asch_1951.txt · Zuletzt geändert: 20/03/2019 12:00 von kohtachan